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Bienen auswintern II - die große Standschau

Nach der ersten Durchsicht zur Beruhigung des Gewissens (und zur Kontrolle des Futterbestände) stand mit den warmen Temperaturen der letzten Tage nun die große Durchsicht an. Alle Völker haben Brut und die Königinnen sind putzmunter! Die ersten Erweiterungsarbeiten stehen an. Unter anderem geben wir die erste Erweiterung bei einem 1-zargig eingewinterten Ableger aus dem Jahr 2017.

Eier da – Königin da?

Die wichtigste Suche ist die nach frischer Brut. Dieses Jahr scheint alles gut zu sein: In jedem Volk sind 4 – 7 Wabenseiten voll mit Brut. Der Wintereinbruch letzte Woche hat das Brutgeschäft zwar noch einmal zurück geworfen, aber in den kommenden Tagen ist mit dem Schlüpfen von mehreren Tausend Jungbienen zu rechnen, die sich in warmen Stunden vor der Beute einfliegen. Das Volk hat damit die Talsohle durchschritten und nimmt nun bis zur Sommersonnenwende kontinuierlich zu. Teilweise sitzen die Völker in beiden Bruträumen, eins hat sich jedoch in den oberen zurückgezogen und arbeitet dort emsig.

 

Da unsere Königinnen nicht gezeichnet sind, ähnelt die Suche zuweilen dem bekannten Kinderklassiker „Wo ist Walter?“. In allen Völkern sieht man jedoch ihre Majestät herumstolzieren und frisch geputzte Zellen zur Eiablage inspizieren.  Das ist per se schon ein gutes Zeichen: Die Damen haben den Winter gut überlebt und gehen jetzt wieder in Produktion.

 

 

Ihre Majestät, die Königin (mitsamt zugewandtem Hofstaat)
Ihre Majestät, die Königin (mitsamt zugewandtem Hofstaat)

Ableger rechtzeitig erweitern

Ein Ableger aus dem Jahr 2017 begrüßt uns schon beim Heben des Deckels. Daher haben wir die Saalweidenblüte abgewartet und erweitern nun um eine weitere Brutzarge. Das verhindert den Wildbau und gesteigerte Schwarmlust des Volks. Die Erweiterungszarge besteht nur aus Mittelwänden, sodass die Bienen die jungfräulichen Wachsplatten noch ausbauen müssen. Dies kostet sie Energie und Zeit, weswegen damit auf die erste größere Blüte gewartet wird. Ende April soll das Volk soweit sein, dass wir einen Honigraum aufsetzen können.

 

 

Bei den großen Völkern warten wir noch bis zur ersten Kirschblüte (Mitte – Ende April) bis wir über einem Absperrgitter die Honigräume aufsetzen. Dann beginnt das Bienenjahr wirklich Fahrt aufzunehmen und uns in punkto Schwarmverhinderung zeitlich mehr zu fordern. Doch dazu später mehr!

Bienenpatenschaften - Jeder kann helfen Bienen zu schützen!

Neuerdings bieten wir an, für ein ganzes Volk oder ein Teilvolk eine Patenschaft zu übernehmen. Wenn auch Sie etwas für die Umwelt tun wollen, können Sie eine Bienenpatenschaft für 12 Monate übernehmen und werden mit leckerem Honig von ihrem Volk und feinen Bienenwachskerzen im Winter bedacht. Wir kümmern uns die Tiere, die Sie selbstverständlich in Absprache mit uns besuchen können. Monatliche Neuigkeiten vom Imker gibt es per eMail, sodass Sie immer wissen was bei ihren Patenkindern gerade ansteht.

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Kontakt

Benjamin Mewes &

Marie-Christine Waasem

Karl-Friedrich-Str. 31

44795 Bochum

 

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