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Die Honigräume füllen sich- der Wonnemonat Mai bringt Arbeit mit sich

Mit dem Mai beginnen vielerorts die Bienen mit der Annahme des Honigraums. Die Honigtöpfe füllen sich, sodass in absehbarer Zeit die erste Honigernte ansteht. So auch bei uns! Aber nicht nur der Honig wird eingelagert, auch die Lust zu Schwärmen ergreift die Bienen. Wir als Imker sind nun in der Pflicht gewissenhaft auf Anzeichen eines Schwarms zu achten.

Schwärmereien - Warum sollen wir sie verhindern?

Die natürliche Art wie sich ein Bienenvolk vermehrt ist der Schwarm. Wird die Beute zu voll, oder kann die Königin keinen weiteren Platz finden um neue Eier zu legen, beginnen die Bienen sogenannte Weiselzellen zu errichten. Hier wird jüngste (weibliche) Brut mit der vermehrten Fütterung mit Gelée Royale zu einer Königin herangezogen. Sobald die ersten Weiselzellen verdeckelt sind, schwärmt die alte Königin mit ihrem Gefolge ab und sucht sich eine neue Behausung.

 

Warum ist das zu unterbinden? Die Bienen würden einen Winter von ihrer natürlichen Anpassung überleben, jedoch sind sie nicht in der Lage eigenständig die Varroa-Milbe zu bekämpfen. Der Bien würde wahrscheinlich im Winter an den Folgen der Varoose eingehen. Zudem nehmen die abschwärmenden Bienen noch knapp die Hälfte des Honigs mit, der sich bereits im Stock befindet. Dies ist für den Imker ein wirtschaftlicher Schaden durch den Schwarm.

 

Um einen Schwarm zu verhindern, beschäftigen wir die Bienen mit einem Baurahmen. Hier kann nach Herzenslust Wabenwerk gebaut werden, das vorrangig mit Drohnen gefüllt wird. Nach der Verdecklung werden die Jungs herausgeschnitten, um die Anzahl der Varroa klein zu halten. Der neuerdings leere Rahmen kann dann wiederum ins Volk gehängt werden und im 3 Wochen Rhythmus geerntet werden. Dennoch erscheinen hier und da Weiselzellen, die wir brechen bevor die Zelle verdeckelt wird. Mit der Verdeckelung der Königinnenzelle, der Weiselzelle, ertönt das Startsignal für den Schwarm und einige tausend Bienen verlassen in kurzer Zeit den Stock.

Der Honig fließt

Mit dem großen Blühen (das leider dieses Jahr sehr gleichzeitig stattfand, ohne dass die Bienen die kritische Masse erreicht haben) ging das Frühjahr 2018 mit einem Paukenschlag los. Die nur mit Mittelwänden bestückten Honigräume werden ausgebaut und bereits mit Honig gefüllt. Nach einer Trocknung auf weniger als 18% Wassergehalt kann der verdeckelte Honig gegen Ende des Monats, bzw. Anfang Juni geerntet werden.

 

Wer unseren leckeren Frühjahrshonig erwerben möchte, kann entweder zum Blühtag der Ev. Kirchengemeinde Weitmar-Mark am 10.06 besuchen oder über unseren Shop Honig aus dieser Ernte bei Verfügbarkeit erwerben. Der Geschmack ist Stand heute würzig und hat eine eindeutige Frucht- und Löwenzahnnote. Bis zur Ernte kann sich der Geschmack jedoch noch einmal völlig ändern.

 

 

Kontakt

Benjamin Mewes &

Marie-Christine Waasem

Karl-Friedrich-Str. 31

44795 Bochum

 

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